Schmetterlinge





Das Tagpfauenauge - Nymphalis io


Das Tagpfauenauge gehört zur Gattung der Edelfalter und wurde 2009 zum Schmetterling des Jahres gekürt. Hier haben wir es mit einem Exemplar der zweiten Generation zu tun, die noch bis Ende Oktober fliegt. Der Schmetterling wurde verendet, zwischen den fast verwelkten Blüten einer Aster gefunden.










Zu den interessantesten Bestandteilen des Schmetterlings gehören zweifellos seine gefärbten Schuppen, die manchmal in allen Regenbogenfarben schillern und bei einigen Schmetterlingen ein ausgesprochen schwer zu fotografierendes Objekt sind.










Die Farben der Schuppen werden auf zwei unterschiedliche Arten erzeugt. Man unterscheidet dabei Pigmentfarben und Strukturfarben. Die Pigmentfarben werden in separaten Farbbeuteln im Inneren der Schuppen untergebracht. Diese Farbbeutelchen hängen wie kleine Säckchen quer in den Rippen der Schuppe und sind nur mit über 10 000 facher Vergrößerung in einem Schnitt erkennbar. Die Pigmentfarben bestehen im Wesentlichen aus Melanin und bleichen innerhalb weniger Wochen aus. Das Ausbleichen richtet sich nach der Intensität und Beschaffenheit des Lichts, das auf die Schuppen fällt. Hohe UV Anteile im Licht spielen dabei auch eine Rolle.










Die Strukturfarben entstehen an der Oberfläche der Schuppen. Sie brechen das Licht und spiegeln es in allen Farben des
Spektrums wieder zurück. Strukturfarben bleichen nicht aus, verblassen aber wenn die Fähigkeit der Lichtbrechung durch den Alterungsprozesse nachlässt.

Heutzutage ist es daher nicht mehr vertretbar Schmetterlinge aufgespießt in den Schaukästen der Museen zu zeigen, da alle paar Monate die ausgebleichten Schmetterlinge durch neue Exemplare ersetzt werden müssen.










Bei der Präparation zeigte sich, dass die Flügelhaut mit der oberen Schuppenschicht abgerissen wurde und die Schuppen der Flügelunterseite auf der Unterlage festklebten. Dadurch entstand zuerst der Eindruck, dass es eine zweite Flügelhaut geben müsste. Es handelte sich aber um die Schuppen der Flügelunterseite, die etwas filigraner im Aufbau sind als die Schuppen der farbigen Oberseite.










Hier sehen wir einzelne Schuppen, die im schräg einfallenden Licht in allen Farben schillern. Diese Schuppen stammen von der Unterseite der Flügelhaut.










Hier noch einmal die Schuppen der Flügelunterseite im Gegenlicht und im schräg einfallenden Streiflicht, bei 160 facher Vergrößerung. Zum Größenvergleich sieht man auf dem Bild Nr.4 eine Blütenpolle, die nur vier hundertstel Millimeter im Durchmesser hat.






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