PILZE





Nicht alle Pilze sind so groß wie dieser Riesenschirmpilz der noch recht jung ist und der erst in ein paar Tagen seinen Schirm zur vollen Größe entfalten wird.
Auch die von einem Spinnen-Netz durchzogenen Baumpilze, die am Stamm einer 400 Jahre alten Eiche wachsen, sind recht imposante Erscheinungen.










Es gibt unter der Vielzahl schön anzuschauender Pilze aber auch Exemplare, denen man lieber nicht begegnen möchte und die absolut gesundheitsschädlich sind.
Zu diesen Pilzen gehören viele kleine Arten, die man erst unter einem Mikroskop richtig gut sehen kann.


Hier werden Pilze und Pilzsporen gezeigt, die überwiegend so fotografiert werden, dass sie nicht nur als Quetschpräparate zur Identifikation zu erkennen sind, sondern dass man sie so sieht, wie sie in der freien Natur an ihren Wirten wachsen.

Hier sehen wir die Bilder eines Schimmelpilzes wie er in ein paar Tagen an einem schlecht gelagerten Stück Brot gewachsen ist.
Die Bilder wurden für eine Projektarbeit einer Schülergruppe erstellt, die am Schülerforschungszentrum Nordhessen im Bereich Biologie arbeitet.









   



Die Übersichtaufnahmen zeigen einen 4 mm großen Brotkrümel von der Vorderseite und von der Rückseite. Der unscharfe runde Klunker auf Bild 1 ist die Pilzspore, die man auf dem Bild 2 in der Mitte sehen kann. Sie klebt einsam an einem Krümelrest und ist deshalb unscharf, weil beim Fotografieren nicht ganz durchgestackt wurde und die Pilzspore somit außerhalb des Schärfenbereiches lag.



Bei den folgenden Bildern sehen wir einzelne Pilzsporen mit ihren Hyphen, die vor einem schwarzen Hintergrund fotografiert wurden.










Man kann erkennen, dass die Hyphen bei diesem Schimmelpilz nicht rund sind, sondern sich wie ein flaches Band nach oben schlängeln. An den Hyphen entwickeln sich dann die Pilzsporen, die einzeln oder wie eine Traube an den Hyphen hängen.






Eschentrieb-Sterben



Ursprünglich nur in Japan beheimatet, wurde dieser Pilz im Jahr 1990 in Polen entdeckt. Dort ist er unter dem Namen Lambertella albida bekannt. Seit 1992 breitet sich dieser Schadpilz in ganz Europa aus. Er wurde 2008 in Bayern registriert und am Amt für Land, Wald und Forstwirtschaft (LWF) untersucht.

Im Sommer bildet das Falsche Weiße Stengelbecherchen (Hymenoscyphus fraxineus) Pollen aus, die sich mit dem Wind verbreiten. Die Sporen des Pilzes setzen sich auf den Blättern der Esche fest und bilden Hyphen aus. Diese dringen in die Blätter ein und bilden ein Netz, das das gesamte Blatt verholzt. Erst weenn alle Saftleitenden Bahnen des Blattes verholzt sind, wächst das Pilzgefleicht weiter. Der Pilz verbreitet sich über den ganzen Baum, was nach Jahren zum kompletten absterben des Baumes führt.










Die Grafik stammt aus dem Merkblatt vom LWF Bayern und zeigt den Befallszyklus. Auf den folgenden Bildern kann man die Fruchtkörper des Pilzes gut erkennen.










Hier der Link zum Bericht des LWF Bayern.


http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/mb28_eschentriebsterben_2016_bf.pdf























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