Unsere Sonne


Hinweis auf die Gefahr beim Beobachten der Sonne:

Beim Beobachten der Sonne, egal ob mit dem Fernglas oder dem Fernrohr müssen wir immer darauf achten, dass ein entsprechender Sonnenfilter vor dem Objektiv angebracht ist. Niemals mit einem Sonnenfilter beobachten, der in ein Okular geschraubt werden kann. Die Temperatur des gebündelten Sonnenstrahls lässt diesen Glasfilter in kürzeszter Zeit  zerspringen. Schon eine kleine Fernglaslinse erzeugt im Strahlengang eine Temperatur von mehreren hundert Grad.
Bekommen wir so einen gebündelten Sonnenstrahl ins Auge ist es in kürzester Zeit irreparabel zerstört.
Im Astronomie Zubehör Bedarf bekommt man schon für kleines Geld Sonnenfilterfolien, die man sich selber nach beigefügter Anleitung vor eine Optik bauen kann.




Die Sonne der Mittelpunkt unseres Planetensystems

Unsere Sonne ist in der Gruppe aller Sterne ein relativ kleiner Stern, der den Mittelpunkt unseres Planetensystems bildet. Im Sonnenkern wird Wasserstoff in Helium umgewandelt und als Strahlungsenergie in Form von Gammastrahlung freigesetzt. Da die Strahlungsenergie durch unterschiedliche Prozesse innerhalb der Sonne nicht sofort an die Oberfläche gelangt, dauert der Prozess der Freisetzung Millionen Jahre, um vom Sonnenkern bis zur Sonnenoberfläche zu gelangen.

(Siehe Grafik bei Enstehung der Sonnenflecken)

Im Prinzip ist sie nichts anderes als eine andauernde Wassrsoffbomben Explosion, die durch den Fusionsprozess noch etwa sieben Milliarden Jahre bestehen bleibt, bevor sie sich dann allmählich über die Jupiterbahn hinaus ausdehnen wird, um anschließend zu einem weißen Zwerg zusammenzuschrumpfen.
Man könnte unsere Sonne derzeit in einer Entfernung von 55 Lichtjahren kaum noch als Stern erkennen.

Trotzdem ist sie im Gegensatz zu unserer Erde riesig groß. Unsere Erde würde als Perlschnur aneinandergereiht 330 mal in die Sonnenscheibe passen.



















     


In Anbetracht dieser Dimensionen sollte jeder Mensch einmal drüber nachdenken, was wir hier auf unserer kosmischen Minikugel tagtäglich für einen Schwachsinn veranstalten und wie wir, wie ein Parasit unseren winzigen Lebensraum im Kosmos zerstören.




Die Entstehung von Sonnenflecken

Die Sonnenflecken entstehen durch örtliche Störungen im gewaltigen solaren Magnetfeld, die das Austreten von Wärme aus dem heißen Sonneninnern an die Oberfläche behindern. Die normale Oberflächentemperatur der Sonne beträgt ca. 6 000° Celsius. Brächte man einen Thermometer in einen Sonnenfleck, so würde man eine Temperatur von etwa 4 000° Celsius messen.
Da die Sonne aus heißen, fluktuierenden Gasen besteht, bewegt sich auch ihre Oberfläche nicht einheitlich: Die äquatorialen Regionen rotieren in etwa 25 Tagen, während jene der polnahen Breiten 30 oder mehr Tage für einen Umlauf benötigen.

Dadurch kommt es im Laufe eines Zyklus zu Verzerrungen des inneren Magnetfeldes. Es entstehen lokale Feldbögen, die durch die Photosphäre brechen und deren Materie hinaus in die Korona tragen; die daraus resultierende Abkühlung der Oberfläche wird als Fleck sichtbar. Wo die Feldlinien lotrecht stehen, ist er am dunkelsten (Umbra), wo sie schräg zur Oberfläche verlaufen, ist er weniger dunkel (Penumbra).








In der folgenden Bilderserie sehen wir die typische Fleckenverteilung wie in der oberen Grafik dargestellt. Die erste Aufnahme stammt vom NASA Sonnensatellit SDO, die weiteren Bilder wurden mit einem Maksutov Teleskop 150/1800 mm Brennweite von der Terasse aus gemacht.






    :neu:






In der folgenden Animation kann man die Bewegungen der Magnetfelder innerhalb der Sonne sehen.
Quelle: NASA / Goddard Space Flight Center Scientific Visualization Studio



Dynamo_Radial_iPod.m4v




















Die Sonne rotiert in 25 Tagen einmal um ihre eigene Achse. Dabei kann man als Amateur Astronom, mit Fernrohr und Sonnenfilter bewaffnet, sehr schön die Wanderung der Sonnenflecken erkennen. Siehe Bilder und darunter den Link mit der Animation eines Fleckendurchlaufs.









sonne-2011-10-14bis19.gif Filmclip von SDO.nasa.gov - Download free



Unabhängig von ihrer 25-tägigen Rotation hat man im Team des Sonnenforschers Scott Mc.Intosh festgestellt, dass sich die Sonnenflecken auch vom Sonnenäquator in Richtung der Pole bewegen.
Die Forscher vom  US-amerikanischen Nationalen Zentrum für Atmosphärenforschung (NCAR) haben vorausberechnet, dass der aktuelle Sonnenfleckenzyklus Nr.25 alle bisher registrierten Sonnenfleck Aktivitäten an Intensität übertreffen wird.

Die unten stehende GIF-Animation zeigt die äqutorialen Bewegungen der Sonnenflecken im Laufe eines kompletten Sonnenfleckenzyklus.



sunspot_cycleprog_rendering_1.gif



Textauszug aus der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse von Scott Mc.Intosh und seinem Team vom NCR:

Wenn wir auf die Terminator-Ereignisse der letzten 270 Jahre zurückblicken, stellen wir fest, dass der nächste Zyklus umso schwächer ausfällt, je länger die Zeit zwischen den Terminatoren ist. Und umgekehrt: Je kürzer die Zeit zwischen den Terminatoren, desto stärker ist der nächste Sonnenzyklus.
Diese Korrelation war bislang schwer zu erkennen. Sonnenforscher haben traditionell die Länge eines Sonnenfleckenzyklus von Sonnenminimum zu Sonnenminimum gemessen.

Das Minimum ist jedoch eher durch einen Mittelwert als durch ein präzises Ereignis definiert. In der neuen Studie haben die Forscher von Terminator zu Terminator gemessen, was eine viel höhere Präzision ermöglicht.


Weitere Infos unter:

Spaceweather: Neuer Sonnenfleckenzyklus viel stärker als erwartet – Sonnensturm bringt vielleicht Polarlichter nach Deutschland (11.Dezember 2020) | erstkontakt blog (wordpress.com)

SpaceWeather.com -- Nachrichten und Informationen über Meteoritenschauer, Sonneneruptionen, Auroren und erdnahe Asteroiden








Der ISS Transit:


Der ISS Transit am 28.04.2021

Nur eineinhalb Kilometer nordwestlich der nordhessischen Kleinstadt Edermünde befand sich die Zentrallinie, auf der die ISS am 28.04.2021 um 09:08:24, durch die Sonnenscheibe fliegen sollte.
Schon Tage zuvor wurden mit Google Earth und dem Astroprogramm Stellarium die erforderlichen Daten ermittelt. Auch eine Besichtigung des Beobachtungsplatzes wurde tags zuvor vorgenommen. Bei so einer Aktion musste alles passen, da der Durchflug der ISS durch die Sonne nur 1,2 Sekunden dauerte.

Eineinhalb Stunden vor dem Ereignis haben wir das Fernrohr aufgebaut und alles exakt ausgerichtet. Der Laptop zur Steuerung der ASI Kamera war versteckt in einer schwarzen Box untergebracht, damit man beim gleißenden Sonnenlicht den Monitor in aller Ruhe betrachten und die Werte für die Kamera einstellen konnte. Eine Decke über dem Kopf schirmte das Restlicht ab.





   

ISS_Transit_in_Kalzuim_28.04.2021_Geschwindigkeit_0125.mp4



Um 9:08:00 wurde die Aufnahmekamera am Fernrohr gestartet. Endlos zogen sich die Sekunden dahin. Tausend Gedanken schwirrten einem durch den Kopf. Passt alles? Stimmt die berechnete Uhrzeit? Stehen wir wirklich exakt auf der Zentral Linie?  
Und wie wir auf der Zentral Linie standen. Es passte alles auf den Punkt. Genau um 09:08:24 meldete Andreas unter der Blendschutz-Decke am Laptop: „Eben ist eine Fliege durchs Gesichtsfeld gehuscht. Das müsste es gewesen sein.“
Eigentlich total unspektakulär. Jemandem, der unaufmerksam auf den Monitor geschaut hätte, wäre der ISS Durchflug überhaupt nicht aufgefallen.
Erst nach der Kontrolle der Aufnahmen vor Ort, stellten wir fest, dass die Kamera tatsächlich 199 Einzelbilder von der ISS eingefangen hat. Über 3600 Bilder waren für die Tonne, aber die 199 waren das Higlight. Wir begriffen erst nach der Durchsicht der Bilder, was uns da für ein Treffer gelungen war.





Die partielle Sonnenfinsternis am 10.6.2021

Unmittelbar nach der Auswertung der Bilder des ISS Transits vom 28.4.2021 ging es schon an die Planung der partiellen SOFI, die am 10.Juni in Deutschland zu sehen war. Je nördlicher der Beobachtungsplatz gelegen war, umso mehr sollte von der Finsternis zu sehen sein. Es sei denn der Wettergott pfuscht uns wieder mal ins Handwerk.
Nach drei Tagen Regen und totaler Bewölkung zeigten die Drohungen gegen Wettergott Wirkung und es klarte, nach einem heftigen Morgennebel, so gegen 11.00 Uhr tatsächlich auf. Blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken. Hurra, das war doch endlich mal wieder was! Die Freude war groß.

Der Maksutov-Rubinar mit seinem Öffnungsverhältnis von f 5.6 und 500mm Brennweite ruhte auf der LX3 Nachführung. Als Kamera wurde die ASI 178 MM mit Filtern (Baader IR-Cut+3ND) verwendet. Vorne am MAK war eine Baader Filterfolie 5,0 angebracht. Als Steuerprogramm wurde FireCapture am Laptop verwendet. Man kann damit die Sonne live sehen und dann die Belichtungszeit so regulieren, bis man die Flecken gestochen scharf auf dem Monitor des Laptops sehen kann.










Exakt um 11:38:19“ hatten wir in Vellmar den ersten Kontakt. Beschattet unter der Markise der Terrasse, war somit auch die Zeit bis zum Austritt um 13:38 gut auszuhalten. Und genau beim Austritt des Mondschattens zog eine Wolke, die schon zuvor mit Argusaugen beobachtet wurde, vor die Sonne. Aber ich hatte an meinem Standort Glück. Und so bekam ich 41 Einzelbilder aus denen eine vorzeigbare Ablauf-Sequenz mit 10 Bildern erstellt wurde.
Die teils gestochen scharfen SW-Bilder wurden anschließend mit Photoshop eingefärbt. Exakt nach der Vorlage des orangefarbenen Bildes, das auf der Webseite von Nasa.gov täglich veröffentlicht wird. Frei nach dem Motto: Was die mit ihren alten Satellitenkameras können, machen wir heute mit unserer Astro-Kamera. Der einzige Unterschied: Die haben immer wolkenlosen Himmel. :)


















Neueste Aufnahmen mit einem Maksutov Skymax 150/1800 mm Brennweite und einem Rubinar 500mm MAK
























Nach dem 15.April 2022 bildete sich eine große Sonnenfleckengruppe, deren Entwicklung auf den folgenden Bildern vom 19.4.bis zum 22.4.2022 zu sehen ist.








Die Bilder sind Ausschnitte aus den Sonnenbildern von SDO-nasa.gov


Aktuelle Sonnenbilder werden auf der Seite "Beobachtungen" eingestellt
















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