Sonne, Mond und Sterne - ein Blick ins Weltall



Diese Seite stellt so etwas wie ein astronomisches Tagebuch dar, in dem in monatlicher Reihenfolge, die interessantesten Ereignisse dokumentarisch aufgeführt sind. Die Seite wurde neu aufgebaut und die neuesten Ereignisse sind gleich am Anfang der Seite eingestellt.


Besondere Highlights:

Der Komet Neowise im Juli 2020 und der

ISS Transit am 28.04.2021 mit Filmclip in Slow-Motion zum Download (15 Mb)  :neu:

ISS_Transit_in_Kalzuim_28.04.2021_Geschwindigkeit_0125.mp4




Der Himmel über uns

Als junger Mensch der sich für Natur, Klima und Umwelt interessiert, blickt man oft in den Himmel und fragt sich wie es auf dem Mond aussieht, wieviele Sterne da oben sind und ob es auch dort Leben gibt.  Schaut man dann als Heranwachsender einmal durch ein Fernrohr und erblickt den Saturn, so wird man diesen Anblick sein Leben lang nicht vergessen.
Viele Menschen, die sich in späteren Jahren mit der Mikroskopie beschäftigen haben als Amateurastronomen angefangen und sind oftmals an den Wetterbedingungen bei uns gescheitert.
Ihr Interesse hat sich vor lauter Wetterfrust vom Makrokosmos zum Mikrokosmos verlagert, da es hinter einem Mikroskop sehr viel zu entdecken und erforschen gibt und es egal ist ob es draussen regnet oder schneit.
Doch tief im Inneren bleibt das Interesse an der Astronomie und dem Weltall erhalten.

Da war es wieder, das ASTROVIRUS - einmal infiziert, kommt es immer wieder... XD  XD  XD

Der Schönwetter Periode Anfang Juni 2020 war es zu verdanken, dass das Interesse an einem tief schlummernden Hobby wieder erweckt wurde. Die Astronomie und die Astro-Fotografie scheitern nämlich im Normalfall immer wieder an unseren Wetterlagen in Deutschland.
Das hat zur Folge, dass man sich mit zunehmendem Alter nicht mehr nachts mit seinem kiloschweren Equippment auf irgendeinen dunklen Acker setzt, um zwischen ein paar Wolken-Lücken hindurch die Sterne zu fotografieren.

In diesem Jahr gab es jedoch wieder einmal neuen Aufwind im alten Hobby.

Es gab ein paar Tage an denen die Luft absolut klar und sauber war. Der Flugverkehr über Deutschland war durch die Corona Pandemie praktisch zum erliegen gekommen. Das hatte zur Folge, dass man in Nordhessen bei den Sonnenuntergängen ein ganz zartes violett am Himmel erkennen konnte. Normalerweise wird dieses Farbspektrum von Dunst und Dreck in der Atmosphäre herausgefiltert, sodass wir es nicht sehen können.

Der Himmel war auch tagsüber so klar, wie schon seit Jahren nicht mehr. Schon mit einem einfachen IR Sperrfilter und einer Sonnenfilterfolie war es möglich die Granulen der Sonne zu erkennen. Die besten Sonnenaufnahmen macht man morgens bis maximal 11:30 Uhr. Ab da ist die Atmosphäre im Sommer so stark aufgeheizt dass das Flimmern der Luft keine Detailaufnahmen der Sonnenoberfläche mehr zulässt.
Im Laufe der Zeit haben sich so ganz nebenbei, viele Bilder von astronomischen  Ereignissen und klaren Nächten angesammelt die durchaus sehenswert sind.






Nachtleuchtende Wolken über Ahnatal bei Kassel             :neu:









Nachtleuchtende Wolken entstehen durch die Bildung von Eiskristall Feldern knapp oberhalb der Stratosphäre in über 50 Km Höhe. Es ist der Bereich in dem die Temperatur der Atmosphäre ihren niedrigsten Wert erreicht.

Am schönsten erscheinen sie nach Sonnenuntergang, wenn sie durch die Sonne von schräg unten beleuchtet werden. Zur vollen Geltung kommt ihr Leuchten, wenn die Sonne zwischen 6 bis 16 Grad unter dem Horizont steht. Dann ist der Himmel schon in ein tiefes Dunkelblau getaucht und die Wolken bekommen einen perlmuttartigen Schimmer.






Die partielle Sonnenfinsternis am 10.6.2021


Unmittelbar nach der Auswertung der Bilder des ISS Transits vom 28.4.2921 ging es schon an die Planung der partiellen SOFI, die am 10.Juni in Deutschland zu sehen war. Je nördlicher der Beobachtungsplatz gelegen war, umso mehr sollte von der Finsternis zu sehen sein. Es sei denn der Wettergott pfuscht uns wieder mal ins Handwerk.
Nach drei Tagen Regen und totaler Bewölkung zeigten die Drohungen gegen Wettergott Wirkung und es klarte, nach einem heftigen Morgennebel, so gegen 11.00 Uhr tatsächlich auf. Blauer Himmel mit ein paar Schleierwolken. Hurra, das war doch endlich mal wieder was! Die Freude war groß.










Die Sonnenfinsternis sollte mit einem russischen Maksutov (Russentonne) fotografiert werden.  Öffnungsverhältnis von f 5.6 und 500mm Brennweite. Der MAK wurde auf einer LX3 Nachführung montiert. Als Kamera kam die ASI 178 MM mit Filtern ( Baader IR-Cut+3ND) zum Einsatz. Vorne am MAK war eine Baader Filterfolie 5,0 angebracht. Als Steuerprogramm wurde FireCapture am Laptop verwendet. Man kann damit die Sonne live sehen und dann die Belichtungszeit so regulieren, bis man die Flecken gestochen scharf auf dem Monitor des Laptops sehen kann.

















Exakt um 11:38:19“ hatten wir in Vellmar den ersten Kontakt. Beschattet unter der Markise der Terrasse, war somit auch die Zeit bis zum Austritt um 13:38 gut auszuhalten. Und genau beim Austritt des Mondschattens zog eine Wolke, die schon zuvor mit Argusaugen beobachtet wurde, vor die Sonne. Aber ich hatte an meinem Standort Glück. Und so bekam ich 41 Einzelbilder aus denen eine vorzeigbare Ablauf-Sequenz mit 12 Bildern erstellt wurde.
Die teils gestochen scharfen SW-Bilder wurden anschließend mit Photoshop eingefärbt. Exakt nach der Vorlage des orangefarbenen Bildes, das auf der Webseite von Nasa.gov täglich veröffentlicht wird. Frei nach dem Motto: Was die Großen können, können wir schon lange.



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Der ISS Transit am 28.04.2021    


Nur eineinhalb Kilometer nordwestlich der nordhessischen Kleinstadt Edermünde befand sich die Zentrallinie, auf der die ISS am 28.04.2021 um 09:08:24, durch die Sonnenscheibe fliegen sollte.
Schon Tage zuvor wurden mit Google Earth und dem Astroprogramm Stellarium die erforderlichen Daten ermittelt. Auch eine Besichtigung des Beobachtungsplatzes wurde tags zuvor vorgenommen. Bei so einer Aktion musste alles passen, da der Durchflug der ISS durch die Sonne nur 1,2 Sekunden dauerte.





   



Die Bilder wurden aus einer Filmsequenz von 199 Einzelbildern herausgenommen und mit dem Stackingprogramm Zerene zusammengerechnet. Kamera war eine ASI 178 MM die im AVI Modus 160 Bilder pro Sekunde in den Laptop-Speicher fütterte.
Optik war ein 50 mm Zeiss Refraktor mit 560 mm Brennweite. Das Fernrohr wurde aus einem alten Telementor Schulfernrohr umgebaut. Es besitzt eine hervorragende Optik, die noch in DDR Zeiten bei Zeiss in Jena gefertigt wurde.



Den Original Filmclip kann man hier anschauen und / oder downloaden. (15 Mb)

ISS_Transit_in_Kalzuim_28.04.2021_Geschwindigkeit_0125.mp4






Juli 2020 - Ein neuer Sonnenfleckenzyklus beginnt    


Die Sonne hat einen Sonnenflecken Zyklus der sich über einen Zeitraum von ca 11 Jahren erstreckt. Das bedeutet, dass man 11 Jahre lang die Sonneflecken und ihre Bewegungen zueinander beobachten kann. Dann folgt eine Periode, in der kaum Sonnenflecken zu sehen sind.
Seit den Anfängen der modernen beobachtenden Astronomie stellten Sonnenflecken eine Herausforderung für das Verständnis dar. Vor 175 Jahren hat man zum ersten Mal diese periodischen Schwankungen registriert. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Sonnenflecken zu beobachten um ihr periodisches Erscheinen und ihre Bewegungen zueinander, währen einer Sonnenrotation zu messen. Mit diesen Methoden bemüht man sich seit Beginn der Beobachtungen die Vorgänge in und auf der Sonne zu verstehen.

Die Zyklen der Flecken werden von den Sonnenforschern durchnumeriert.

Der Zyklus Nummer 24, der gerade zu Ende geht, war ebenfalls ziemlich schwach und mit 10 Jahren auch relativ kurz. Das führte bei der Studie der Sonnenforscher um Scott Mc Intosh zu der Annahme, dass der neue Sonnenfleckezyklus Nummer 25 besonders stark werden müsste: “Sobald wir die Ereignisse in den historischen Aufzeichnungen durchgerechnet hatten, wurde das Muster offensichtlich”, sagte Mc Intosh abschließend. “Ein schwacher Sonnenfleckenzyklus 25, wie ihn andere Sonnenforscher vorhersagen, wäre eine völlige Abkehr von allem, was uns die Daten unserer  Berechnungen bis zu diesem Zeitpunkt gezeigt haben.“








Hier sehen wir die ersten größeren Sonnenflecken vom 3.11.bis 30.11.2020 Das letzte Bild wurde mit einem Kalzium Filter gemacht.



Das Team um McIntosh berichtet weiter: Durch unsere neuen Berechnungen im Jahr 2020 leiten wir ab, dass der Sonnenflecken-Zyklus 25 eine Größenordnung erreichen könnte, die alle bisherigen Größenordnungen an Sonnenfleckenaktivitäten übertreffen würden.
Scott McIntosh und sein Team arbeiten als Sonnenforscher am Nationalen Zentrum für Atmosphärenforschung - NCAR- in Colorado und haben im Fachjournal "Solar Physics" einen interessanten und ausführlichen Wissenschaftsbericht veröffentlicht.

Hier der Link zum Originalbericht

https://link.springer.com/article/10.1007/s11207-020-01723-y

Auslöser für die neuen Berechnungen war die Entdeckung heller punktförmiger Flecken, die im extremen UV Licht auf der Sonnenoberfläche aufflackerten. Diese "Punkte" wandern in einer Zeitspanne von 20 Jahren von den nördlichen Breiten der Sonne zum Äquator.  Das geschieht ziemlich gleichmäßig. Nimmt die Sonnenflecken Aktivität jedoch zu, verschwinden diese hellen Punkte beim überschreiten der mittleren Breitengrade.

Das Team um Mc Intosh ist davon überzeugt, dass diese hellen Punkte die Bewegung von Magnetfeldbändern markieren, die sich spiralartig um die Sonne bewegen. Wenn sich diese Magnetfeldbänder am Äquator treffen heben sie sich gegenseitig auf, weil die nördlichen und die südlichen Bänder gegensätzliche Ladungen haben. Sie löschen sich am Äquator regelrecht aus.

Im gleichen Zeitraum bilden sich in den Polregionen der Sonne wieder neue Magnetfelder, die sich auch wieder in Richtung Sonnenäquator bewegen. Das Spiel beginnt also von Neuem.

Das Team hat diese Erscheinung als "Terminator Ereignis" bezeichnet . Die Forscher glauben dass dieses Ergeignis ein wichtiger Marker für einen 22 jährigen Zyklus ist. Also 11 Jahre Flecken Aktivität, und anschließend 11 Jahre keine Flecken Aktivität.



sunspot_cycleprog_rendering_1.gif



In der linken Seite der Grafik sehen wir, schematisch dargestellt, die unterschiedlich gepolten Magnetbänder, wie sie sich von den Polen zum Sonnenäquator bewegen. Hier in rot und blau dargestellt.

Auf der rechten Seite der Grafik sehen wir das 11 jährige periodische Aufkommen der Sonnenflecken, allerdings ohne die 11 Jährige Minimumphase.








Hier ein paar Bilder des ersten großen Sonnenflecks im Jahr 2020. Die Bilder stammen von der NASA. Der Nasa Satellit, der diese Bilder täglich liefert, hat keine Probleme mit schlechtem Wetter, so wie wir. Das Schwarz-Weiss Bild mit dem Kalzium Filter ist ein Schnappschuss durch ein Wolkenloch und wurde am 23.11.2020 mit einer ASI Kamera von einem Freund aus dem offenen Fenster gemacht.






Juli 2020 - Der Komet Neowise, das Highlight des Jahres    


Der Komet Neowise wurde am 27.3.2020 vom automatisch arbeitenden Teleskop der Raumsonde WISE entdeckt. Mitte Juni hatte er seine größte Helligkeit erreicht, obwohl er erst am 23.Juli 2020 der Erde am nähesten kommt. Das ist normal, da sich der Komet immer weiter von der Sonne entfernt und er dadurch immer weniger Materie durch die Plasmastrahlung der Sonne verliert. Nach den neuesten Messungen hat der Kometenkopf einen Durchmesser von 10 Kilometern.

Würde er die Sonne in einer kleinen elliptischen Bahn umrunden, so würde die Sonne den Kometen nach ein paar Umläufen restlos zerschmelzen. Die meisten Kometen betstehen aus Wasser- oder Amoniak Eis und interstellarem Staub, der noch aus der Entstehungzeit unseres Planetensystems stammt. Dieser Staub hat sich am äußersten Rand unseres Planetensystems, in einer Entfernung von 30 bis 50 astronomischen Einheiten, wie ein ringförmiger Kondensstreifen angesammelt.

Eine astronomische Einheit ist in etwa die mittlere Entfernung zwischen Erde und Sonne. Im übertragenen Sinn sieht der Staubring fast so aus, wie der Ring um Saturn, nur dass er das gesamte Planetensystem umschliesst. Man nennt dieses Gebiet nach seinem niederländischen Entdecker Gerard Peter Kuiper, den KUIPER-Gürtel. (phonetisch: Keuper)

Durch die Taumelbewegungen der großen Brocken im Kuiper Gürtel, verlassen diese im Laufe der Zeit den Staubring und werden von der Sonne und den Planeten angezogen. Man schätzt dass es in dem Staubring mehr als siebzigtausend Brocken gibt, die mehr als 100 Kilometer Durchmesser haben.


Die ersten Bilder wurden am 13.7.2020 nördlich von Kassel gemacht










Nach einem wunderschönen Sonnenuntergan stand der Komet am 18.7.2020 gegen 23:30 wieder in voller Pracht am Himmel










Beide Bilderserien zeigen den Kometen am 18.Juli 2020. Beim letzten Bild der oberen Serie wurde der Kometenkopf und der Kometenschweif gezielt bearbeitet. Man kann sehr schön die Wellenfronten im Staubschweif erkennen. Erste Vermutungen, dass es sich dabei um Artefakte handelt konnten nicht bestätigt werden. Die Wellenfronten waren auf allen anderen Bildern bei entsprechender Bearbeitung auch zu sehen. So ist man selbst als Amateur in der Lage den Kometen zu analysieren. Es ist zwar wissenschaftlich gesehen nicht perfekt aber es zeigt was durch gezielte Bidbearbeitung machbar ist.










Die nächste Serie wurde am 24.7.2020 auf dem Hohen Meißner 40 Kilometer östlich von Kassel fotografiert.










Die Milchstrasse war in ihrer vollen Pracht zu sehen. Das war ein Sternenhimmel, wie man ihn nur noch sehr selten zu sehen bekommt. Es waren so viele Sterne zu sehen, dass man als erfahrener Sternengucker nicht in der Lage war, die Sternbilder zu erkennen.

Die Bilder sollte man sich am abgedunkelten Monitor betrachten, damit sie voll zur Geltung kommen.




Das Teleskop WISE entdeckte den Kometen

Das Himmelsteleskop WISE wurde 2009 von der Vandenberg Air Force Base gestartet und sollte den Himmel durchmustern um im Infrarot Bereich strahlende Objekte und Asteroiden zu lokalisieren. 2010 durchmusterte das Teleskop den gesamten Himmel und lieferte endlos viele Daten. 2011 wurde das Teleskop wegen Geldmangel bei der NASA abgeschaltet.










Im Jahr 2013 wurde es wieder reaktiviert und sollte bis 2018 in Betrieb bleiben. Da es mit seinem 40 cm Spiegel schon 3525 unbekannte Sterne entdeckt hat, die sich in einem Bereich von 500 Lichtjahren um unser Plantensystem befinden, wurde beschlossen das Teleskop weiter zu betreiben.

Die Wise Teleskop Kamera wird vom Satelliten Kontrollzentrum der ESOC in Darmstadt gesteuert und lieferte das hellste Bild des Kometen am 14.7.2020.





Die Sonne im Juni 2020



Bei den folgenden Bildern wurde die Sonne mit einem Kalziumfilter und der ASI 290  Astro-Kamera eines befreundeten Kollegen fotografiert. Durch den Filter wird das Bild aber schwarz-weiss, so dass das Sonnenbild nachträglich eingefärbt wurde. Das war anfänglich ein großer Aufwand, bis man die passenden Farben ermittelt hatte.










In der unteren Bildfolge sieht man die tägliche Wanderung des Sonnenflecks, der gerade mal so groß wie unsere Erde ist. Die Sonne rotiert im Mittel in 27 Tagen einmal um ihre eigene Achse.
Da die Sonne ein Gasball ist, kann man ihre Rotationsdauer nicht exakt angeben, weil sie sich am Sonnenäquator schneller dreht als an den Polen.
Man hat an den Polen eine Rotationsgeschwindigkewit von ca. 30 Tagen gemessen, während sie sich am Äquator in 25 Tagen einmal um ihre Achse dreht.
Durch diese Art der Rotation bekommt das Magnetfeld der Sonne auch seine spiralförmige Eigenschaft.









Die ersten drei Bilder wurden mit einem 500er Exakta Teleobjektiv, an der neu angeschafften ASI Astro Kamera und einem selbstgebauten Folienfilter gemacht. Der allererste Test des Filters mit der Baader Sonnenfilterfolie erfolgten mit einer Sony DSC-HX 400 Bridge Kamera.










Und hier noch ein paar kurze Infos über unsere Sonne:


Unsere Sonne gehört unter all den Sternen, die wir im Universum kennen, zu den kleineren Sterntypen. Wäre unsrere Sonne so groß wie eine Apfelsine, dann würden die meisten Sterne die wir kennen, so groß wie ein Fussball oder ein Gymnastikball sein.

Aus einer Entfernung von 55 Lichtjahren könnte man sie nicht mehr sehen. Die meisten Sterne stehen aber erheblich weiter von uns weg.

Im Prinzip ist unsere Sonne ein Fusionsreaktor in dessem Inneren Wasserstoff zu Helium verschmilzt. Es ist ein Verbrennungsprozess, ähnlich dem in einer Wasserstoffbombe, nur lang anhaltend. Dieser Verbrennungsprozess wir erst in ca. 7 Milliarden Jahren beendet sein. Die Temperatur im Inneren der Sonne beträgt um die 14 Millionen Grad, während die Sonnenoberfläche gerade mal 6000 Grad Celsius erreicht.










Durch die Magnetfelder die im Inneren durch die Sonenrotation entstehen werden die Fusionsprozesse beeinflusst, sodass es zur Bildung von Sonnenflecken kommen kann. Das sind "kältere" Stellen an der Somnnenoberfläche aus denen Magnetfelder wie schlauchähnliche Gebilde austreten können. Diese reissen heisses Plasma mit sich, das weit in den Weltraum geschleudert wird und auch die Erde treffen kann. Dadurch entstehen an den Erdpolen die Polarlichter.

Berechnungen, anhand von Beobachtungen der Sonnenaktivität haben ergeben, dass die Inneren  Strömungen der Sonnenmaterie bis zu einhunderttausend Jahre brauchen um an die Sonnenberfläche zu gelangen. Diese Prozesse werden von der Wissenschaft immer noch nicht richtig verstanden, weshalb man auch die Helios Sonnensonden gebaut hat um diese Prozesse aus kürzerer Distanz zur Sonne beobachten zu können.





Juni 2020 - Die Mondphasen            


Die erste Serie der Mondaufnahmen wurden zwischen dem 25.6. und dem 28.6.2020 an vier Tagen hintereinander gemacht. Eine komplette Mondphase, mit der schmalen Mondsichel beginnend, bis zum Vollmond jeden Tag zu fotografieren, dürfte bei unseren Wetterlagen unmöglich sein.















Nach dem Juli sind mehrere Mondphasen, bis zum Vollmond gelungen. Als Kamera kam eine ASI 178 monochrom der Firma ZWO zum Einsatz. Objektiv war ein altes 500er Exakta Tele welches früher für das 24x36 mm Kleinbild Format verwendet wurde. Durch den kleinen Chip der ASI gibt es praktisch keine Bildfehler und die Brennweite erhöht sich durch den Crop Faktor von 5,4 auf über 2500 mm.
Das ergibt bei Mond und Sonne formatfüllende Aufnahmen.



Siehe auch Astrofotografie_erweiterte_Version.pdf



Auf den folgenden Bildern ist das 500er Exakta-Tele mit der ASI 178 mm zu sehen. Mit dieser Anordnung wurden die oben gezeigten Mondbilder gemacht. Nachgeführt wird das Ganze mit einer mechanischen Omegon LX2 Reisemontierung. Die Bilder stammen noch aus den ersten Versuchen mit dem uralten Teleobjektiv. Als Sucher wurde nur ein Plastikröhrchen verwendet, das auf einer einfachen Sucherhalterung mit einem Gummi auf dem Objektiv provisorisch angebracht wurde.

















April 2020              

Die folgenden Bilder zeigen den Monduntergang am 8.4.2020 gegen 6:30 Uhr an der Volkssternwarte Rothwesten im Norden von Kassel. Es war der Monduntergang am Morgen vor den "Supermond". Mit Google Earth und dem Asronomie Programm Stellarium wurde zuvor der genaue Kamerastandort ermittelt. Das hat leider beim Mondaufgang am Abend nicht so exakt gepasst. Da wurde es hektisch. Der Kamera Standort konnte nicht mehr verändert werden, weil schon alles eingerichtet war.

Kamera war eine Canon EOS 60D mit einem Tamron 70-300 mm Tele. Alles wurde manuell eingestellt. Fokussiert wurde an den Lampen der Sternwarten-beleuchtung. Es erfolgte eine Belichtung auf die Sternwarte und anschließend eine Belichtung auf den Mond. Dadurch war von der Sternwarte nichts mehr zu sehen. Die Bilder wurden anschließend zusammengerechnet. Das große Mondbild im Filmclip wurde mit einer Sony DSC HX-400 von einem zweiten Stativ aus gemacht.








Die Bilder vom Monduntergang am 8.4.2020 gegen 6:30 Uhr Sommerzeit








Die zusammengerechneten Bilder vom "Supermond"  Aufgang am 8.4.2020 gegen 21:05 Uhr Sommerzeit.



Hier ein kurzer Filmclip über den Monduntergang am Morgen des 8.April und anschließend den Mondaufgang am gleichen Tag um 21:00 Uhr hinter der Sternwarte.


VID-20200409-WA0006.mp4      


Die gemafreie Hintergrundmusik stammt vom Highland Studio in Kassel. Insgesamt wuren für die Flimsequenzen 178 Einzelbilder verarbeitet.



Und hier der aufgehende Vollmond am 8.Mai 2020 um 22:38 als er 5,2 Grad über der Volkssternwarte in Rothwesten, nördlich von Kassel stand.





   



Die Koordinaten für den Kamera Standort wurden zuvor mit Google Earth und dem Astro Programm Stellarium exakt ermittelt.



Zu den Bildern:



In der Abenddämmerung wurde das Bild von der Sternwarte gemacht. Man kann noch den letzten Schein vom Abendrot auf dem Sternwartenturm erkennen. Die Kamera blieb solange auf dem Stativ stehen, bis der aufgehende Mond ins Bild kam. Der Mond wurde mit Punktmessung exakt belichtet. Dadurch ist die Umgebung des Mondes komplett unterbelichtet. Mit der Bildbearbeitung wurde der Mond präzise ausgeschnitten und der Bildhintergrund neutralisiert. Dann wurden beide Bilder übereinander gelegt und zusammengerechnet. Es ist zwar getrickst aber kein Fake, weil der Mond durch dieses Verfahren exakt an der Stelle steht, an der er auch in Wirklichkeit stand.

Mit ein wenig Aufhellen oder Abdunkeln kann man nun noch ein wenig die Bildstimmung korrigieren, wie man auf den beiden Bildern sehen kann.
Das verwendete Objektiv war ein SIGMA 70-300 bei 300 mm Brennweite.

Der Versuch mehrere Mondpositionen in ein Bild zu rechnen schlug hoffnungslos fehl, da die Stackingsoftware damit überfordert war. Auch der Versuch den aufgehenden Mond hinter der Stenwarte mit der zuvor beschriebenen Technik zu platzieren war zum scheitern verurteilt.


  

Nach der gleichen Methode wurde der Mondaufgang am 2.9.2020 über der Kirche von Besse in Nordhessen aufgenommen.Einziger Unterschied. Die Kirche wurde erst fotografiert, nachdem der Mond schon aus dem Bild herausgewandert war. Dadurch waren die Belichtungszeiten nur ganz kurz, da der Mond die Umgebung hell erleuchtet hat. Objektiv war ein Tamron 70-300 mm Tele. Das letzte Bild mit dem hoch stehenden Mond wurde auf die gleiche Art mit einem SIGMA 17-70 mm Makro gemacht.

Mondaufgang war in 108 Grad Azimut. Der Kamerastandort befand sich knapp einen Kilometer von der Kirche entfernt, neben einer Biogas Anlage. Was tut man nicht alles für ein gutes Bild. :)










Einziger Wermutstropfen: Durch eine falsche Eingabe der Koordinate im Astroprogramm Stellarium, waren wir ein paar Minuten zu spät und der Mond stand schon lachend am Himmel über der Kirche.














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